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Häufige Fragen

Was genau ist eigentlich ein Multicheck Junior?
Der Multicheck Junior ist eine berufsbezogene Eignungsabklärung für Lehrstellenbewerberinnen und Lehrstellenbewerber. Er richtet sich nach den Anforderungen der verschiedenen Berufslehren. Aufgrund dieser Anforderungen werden sowohl die schulischen Leistungen wie auch die potenziellen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler beurteilt. Damit wird den Berufsbildner/innen der direkte Vergleich der Leistungen ihrer Bewerberinnen und Bewerber ermöglicht. Um den unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Berufslehren gerecht zu werden, bietet die Firma Multicheck sechs unterschiedliche Eignungsabklärungen an.

Wann kann man sich für Multicheck Junior 2010 (Lehrstellenbeginn 2011) anmelden?
Ab Ende April 2010 ist eine Anmeldung möglich.

Wann finden die Multicheck Junior statt?
Die neuen Multicheck Junior finden ab Juni 2010 statt.
Die genauen Daten können ab Ende April den entsprechenden Infoseiten entnommen werden.

Wo finden Multicheck Junior statt?
Eine Übersicht über die Testcenter finden Sie in der Navigation Links "Testcenter".

Gibt es Prüfungsbeispiele aus früheren Jahrgängen?
Nein, Prüfungsaufgaben aus früheren Jahrgängen können nicht veröffentlicht werden. Auf unserer Homepage finden Sie jedoch Beispiele aus ähnlichen Abklärungen.

Was wird mit diesen Multichecks geprüft?
Mit dem Multicheck wird einerseits Schulwissen geprüft, andererseits aber auch Fähigkeiten wie logisches Denken, Konzentration, technisches Verständnis, Vorstellungsvermögen, etc. Eine Auflistung der Gebiete zu den einzelnen Checks finden Sie auf den entsprechenden Informationsseiten auf dieser Homepage.

Wie viele Punkte muss man haben um den gewünschten Beruf erlernen zu können?
Es existieren keine fixen Punkteskalen. Der Entscheid über die Aufnahme einer Kandidatin eines Kandidaten liegt im Ermessen des Lehrbetriebes. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass Kandidatinnen und Kandidaten mit einem Gesamtdurchschnitt unter 40 % ihre Lehre nicht oder nur mit grossen Schwierigkeiten erfolgreich abschliessen.

Weshalb sind die Grafikdaten nicht die gleichen wie die Rohdaten?
Die Grafikdaten sind normiert und auf den gewählten Beruf abgestimmt. Die Rohdaten sind für alle von Multicheck getesteten Berufe der entsprechenden Berufsgruppe gültig. Die Auswertung der Rohdaten sollte nur durch speziell geschultes Personal vorgenommen werden.

Was unterscheidet den Multicheck Junior zu anderen Tests?
Multicheck im Vergleich zu anderen Tests.
- Vergleich von Eignungsabklärungen

Ist Multicheck Junior qualitätsgeprüft?
Ja. Die Lizentiatsarbeit von M. Widmer an der Universität Bern (2006) hat ergeben, dass die Ergebnisse von Multicheck Junior gut den später erzielten Berufsschulnoten entsprechen. Zudem sind weitere Untersuchungen im Gange, welche die Validität prüfen.
- Weitere Informationen unter Wissenschaft

Berücksichtigt Multicheck Junior die verschiedenen Schulstufen?
Nein. Der Multicheck richtet sich nach den Anforderungen der verschiedenen Berufslehren. Anhand dieser Anforderungen werden sowohl die schulischen Leistungen wie auch die potentiellen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler beurteilt. Damit wird den Lehrlingsverantwortlichen der direkte Vergleich der Leistungen ihrer Bewerberinnen und Bewerber ermöglicht.

Spielt es eine Rolle, ob meine Tochter / mein Sohn den Multicheck Junior in der 8. oder in der 9. Klasse absolviert?
Wir empfehlen, den Multicheck in der 9. Klasse zu absolvieren. Unsere Auswertungen haben aber ergeben, dass Schüler/innen, die den Multicheck Junior schon in der 8. Klasse absolvieren, nicht benachteiligt werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Multicheck Junior nicht nur Schulwissen prüft, sondern auch das intellektuelle Potenzial.

Unterscheiden sich die Ergebnisse der Mädchen von denen der Knaben?
Es bestehen keine signifikanten Unterschiede zwischen den Ergebnissen von Knaben und Mädchen. Tendenziell erzielen die Mädchen bei einigen Teilaufgaben bessere Ergebnisse.

Mein Sohn hat im Papierteil die besseren Ergebnisse als im Computerteil. Da muss etwas falsch sein.
Wenn wir alle Testgebiete und Kandidat/innen betrachten, dann besteht ein sehr guter Zusammenhang zwischen Papier- und Computerteil. Das bedeutet, dass in der Regel ungefähr gleich Ergebnisse im Computer- und Papierteil erzielt werden. Im Einzelfall kann es aber zu grossen Abweichungen kommen. In der Regel ist das darauf zurückzuführen, dass die Aufgabenstellungen in den beiden Teilen verschieden sind. Zum Beispiel wird im Französisch PC das Erkennen von Rechtschreibfehlern und das Textverständnis geprüft, während im Papierteil Grammatik-Aufgaben vorkommen.

Ich halte nichts von Tests, die sagen ja auch gar nichts aus!
Eine Abklärung sollte wirklich das messen, was sie messen will (die Fachleute sprechen von der Validität). Weiter sollte man sich auf das Ergebnis der Abklärung verlassen können (die Fachleute sprechen von der Reliabilität). In einer ersten Untersuchung der Uni Bern zum Thema Validität wurde aufgezeigt, dass die Abklärung misst, was sie messen soll. Aber natürlich beeinflussen noch viele andere Faktoren wie z.B. der Durchhaltewillen oder die persönliche Situation den Erfolg einer Lehre. Für die Fachleute: Schwierigkeitsgrad und Trennschärfe liegen in der Regel im testpsychologisch erwünschten Bereich, so dass man von einer guten internen Validität sprechen kann. Für die externe Validierung stehen erst Zwischenergebnisse zur Verfügung, diese weisen aber auf sehr gute Werte hin (Korrelation zwischen Multicheck und Zwischenprüfung beträgt 0.8) Bezüglich Reliabilität hat die Untersuchung der Uni Bern ein Cronbachs Alpha von 0.89 ergeben.

Die Aufgaben sind alle so schwierig, dass sie sowieso niemand lösen kann!
Bei einer Abklärung soll es einfache und schwierige Aufgaben haben. Die Untersuchung der Uni Bern hat ergeben, dass jedes Teilgebiet sowohl einfache als auch schwierige Aufgaben enthält. Wir haben ganz bewusst Aufgaben eingebaut, die alle Kandidat/innen lösen können. Wir untersuchen jedes Jahr die Aufgaben und ersetzen Aufgaben, die niemand lösen konnte. Der Schwierigkeitsindex liegt für die meisten Gebiete im testpsychologisch erwünschten Bereich.

Wie lange dauert es, bis ich mein Testergebnis erhalte?
Das Testergebnis (Zertifikat) wird normalerweise innerhalb von 5-8 Arbeitstagen nach der Abklärung per A-Post zugestellt!

Hinweis für Personen mit Farbenfehlsichtigkeit, Legasthenie oder Dyskalkulie
Wenn jemand an einer Legasthenie leidet, wird dies in der Berufsschule und an der Lehrabschlussprüfung berücksichtigt. Die Legasthenie muss aber von einer entsprechenden Stelle (in der Regel ist dies die Erziehungsberatung) offiziell abgeklärt und bestätigt werden. Es gibt keinen Spezial-Multicheck Junior für Legastheniker/innen oder Personen mit Farbenfehlsichtigkeit oder Dyskalkulie. Wir empfehlen den Kandidat/innen, der Bewerbung die Bestätigung über das entsprechende Problem beizulegen.

Die Uebungsbeispiele können ohne Zeitdruck bearbeitet werden, so dass für alle genügend Zeit zum Lesen und Verstehen der Aufgabenstellung bleibt. Die Zeitmessung beginnt erst mit dem Start des Testteils, der durch Anklicken von zwei Pfeilen bestätigt werden muss.

Kann der "Multicheck Junior" wiederholt werden?
Grundsätzlich kann die Eignungsanalyse innerhalb eines Jahres zu einem beliebigen Zeitpunkt wiederholt werden, es gibt allerdings einen Vermerk "2. Test".
Die neue "Testperiode" beginnt jeweils im Mai/Juni. Damit es keinen Vermerk "2. Test" gibt, muss zwischen dem ersten in der alten "Testperiode" und dem zweiten Test in der neuen "Testperiode" mindestens eine Zeit von drei Monaten liegen. Wir möchten also nicht, dass jemand im April/Mai den ersten Test absolviert und einen Monat später einen zweiten in der neuen Testperiode absolvieren kann ohne Vermerk.

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